Kaffeerecht podcast

In our podcast “Kaffeerecht”, we regularly discuss legal topics from everyday digital life for creatives, entrepreneurs and companies in a relaxed coffee break.

KI vor Gericht: Wer haftet für die Maschine?

In Folge 51 unseres Podcasts Kaffeerecht werfen wir einen juristischen Blick auf die brisantesten und wegweisendsten Entscheidungen rund um künstliche Intelligenz – und was sie für Kreative, Unternehmen und Organisationen bedeuten.

Zentrale Themen sind:

  • Transparenzpflichten beim Scoring: Der EuGH verpflichtet Auskunfteien dazu, ihre automatisierten Entscheidungsprozesse offen und verständlich darzulegen. Ein wichtiges Urteil – besonders für alle, die auf algorithmische Entscheidungen vertrauen (müssen).
  • Urheberrecht und KI-Training: Das Landgericht Hamburg bewertet das massenhafte Scraping von Bildern durch den LAION-Datensatz als wissenschaftlich zulässig – solange es nicht kommerziell genutzt wird. Was bedeutet das für Künstler:innen?
  • Haftung für KI-Fehler: Ob falsche Wirtschaftsauskunft oder Chatbot-Aussagen – das LG Kiel und ein kanadisches Gericht stellen klar: Wer KI nutzt, muss auch für deren Irrtümer einstehen.
  • Blick über den Tellerrand: Die Klagen gegen Meta (LLaMA) und Stability AI zeigen, wie heftig der Streit um Trainingsdaten international geführt wird – mit Milliardenforderungen im Raum.

Diese Folge zeigt: Der rechtliche Rahmen für den Einsatz von KI wird konkreter – und die Anforderungen an Transparenz, Sorgfalt und Haftung steigen. Wer KI nutzt, sollte sich mit den rechtlichen Entwicklungen vertraut machen.

Shownotes

More episodes

Reform des Designrechts 2025

In dieser Folge von Kaffeerecht sprechen wir über die umfassende Reform des EU-Designrechts, die seit Mai 2025 gilt. Wir erklären, was sich beim Schutz von Designs ändert, warum digitale Gestaltungen wie Avatare, Animationen oder 3D-Modelle künftig besser geschützt sind und welche Vorteile Sammelanmeldungen bieten. Außerdem geht es um die neue Reparaturklausel, das Schutzsymbol „D“ und die Abgrenzung zum Urheberrecht. Praktische Beispiele – von Sneakern über Handyhüllen bis hin zu Autoteilen – machen die Neuerungen greifbar.

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Wann und warum werden meine Inhalte bei TikTok, YouTube und Co gesperrt?

In dieser Folge von “Kaffeerecht” beleuchten wir die rechtlichen Grundlagen und aktuellen Entwicklungen rund um das Thema Inhaltssperrungen auf Online-Plattformen wie TikTok und YouTube. Wir besprechen das Urheberrechts-Diensteanbieter-Gesetz (UrhDaG) und Art. 17 der DSM-Richtlinie, erklären die Unterschiede zwischen Verletzer- und Störerhaftung und analysieren technische Abläufe am Beispiel von YouTube. Außerdem werfen wir einen Blick auf Memes und deren urheberrechtliche Bewertung sowie auf ein aktuelles Urteil des Landgerichts München gegen TikTok.

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Dubai-Schokolade und die Grenzen des Rechts

In Folge 43 von Kaffeerecht widmen wir uns einem hochaktuellen Thema: der Dubai-Schokolade. Was als viraler Social-Media-Trend begann, hat sich zu einer rechtlichen Kontroverse entwickelt. Wir beleuchten die Hintergründe, die Urteile des Landgerichts Köln und die Konsequenzen für Händler und Verbraucher. Erfahre, warum Herkunftsangaben eine zentrale Rolle spielen und welche Auswirkungen diese Entscheidungen auf die Vermarktung haben könnten.

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