Kaffeerecht podcast

In our podcast “Kaffeerecht”, we regularly discuss legal topics from everyday digital life for creatives, entrepreneurs and companies in a relaxed coffee break.

Musiknutzung in sozialen Medien ohne Abmahnung

Das Thema Musiknutzung in sozialen Medien ist zurück — und die Forderungen sind nach oben gegangen. Wer auf Instagram, TikTok oder YouTube ein Reel, eine Story oder ein kurzes Video mit dem falschen Song hochlädt, kann post- oder mailwendig eine Abmahnung erhalten.

In dieser Folge ordnen wir die aktuelle Welle ein: welche Songs auffallen (Pedro, Prada, Pretty, Push Up, Wonderful Dream, Respect, Crazy Frog), warum die Account-Einstellung nichts darüber sagt, ob ein Posting gewerblich ist, welche Streitwerte die Gerichte mittlerweile durchwinken — und wie Betroffene auf eine Abmahnung sinnvoll reagieren, ohne sich vorschnell zu unterwerfen oder das Schreiben zu ignorieren.

Übersicht zu Musikbibliotheken in sozialen Medien

PlattformEigene Musik-BibliothekGewerblich nutzbar?Einschränkungen / Hinweise
Instagram / Facebook (Meta)✅ Meta Sound Collection (14.000+ Tracks & Soundeffekte)✅ Ja – für organische Inhalte (Reels, Stories, Posts)Für Werbeanzeigen (Ads) sollten die jeweiligen Lizenzbedingungen der Tracks geprüft werden, da nicht jeder Titel automatisch für Ads freigegeben ist. Splendid-learning Die reguläre Musikbibliothek von Instagram ist dagegen nicht für gewerbliche Zwecke lizenziert.
TikTok✅ Commercial Music Library (CML)✅ Ja – ausschließlich aus der CMLWährend private TikTok-User fast jeden Song aus dem Katalog nutzen dürfen, sind Unternehmen auf die Commercial Music Library (CML) beschränkt – diese enthält nur Tracks, die rechtlich für kommerzielle Zwecke freigegeben sind. Splendid-learning Die CML ist kleiner als die private Musikbibliothek.
YouTube✅ YouTube Audio Library✅ Teilweise – je nach TrackDie Tracks der YouTube Audio Library sind grundsätzlich für kommerzielle Projekte nutzbar – es empfiehlt sich jedoch, für jeden Track die spezifischen Lizenzbedingungen zu prüfen. Social Champ Manche Tracks erfordern eine Namensnennung (Attribution).

Shownotes

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KI-Kennzeichnung: Der zweite Entwurf

Ab 2. August 2026 greifen die Transparenzpflichten der KI-Verordnung. Die EU-Kommission hat einen zweiten Entwurf des Code of Practice vorgelegt — und der ist konkreter als alles davor. In dieser Folge erklären wir das zweistufige System: Anbieter von KI-Systemen müssen Outputs technisch maschinenlesbar markieren (signierte Metadaten, unsichtbares Wasserzeichen, C2PA-Standard); wer KI-Inhalte veröffentlicht, muss sichtbar kennzeichnen.

Besonders praxisrelevant ist die redaktionelle Ausnahme für Texte: Wer KI nutzt, aber eine menschliche Prüfung dokumentiert, muss unter Umständen nicht kennzeichnen. Wir zeigen, wie ein solcher Prozess konkret aussehen kann, welche Inhaltstypen immer kennzeichnungspflichtig sind — Deepfakes, Chatbots, KI-Werbebilder — und warum Verstöße nicht nur Bußgelder (bis 15 Mio. EUR oder 3 % Jahresumsatz), sondern auch wettbewerbsrechtliche Abmahnungen nach § 3a UWG auslösen können.

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Ho-Ho-HR: Arbeitsrechtliche Stolperfallen zur Weihnachtszeit

Die Weihnachtszeit bringt nicht nur Glühwein und Lichterketten – sie bringt jedes Jahr auch arbeitsrechtliche Fragen mit sich. In dieser Episode sprechen wir über klassische Stolperfallen, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen betreffen: Weihnachtsgeld, betriebliche Übung, Rückzahlungsklauseln, Urlaubsverteilung und die Regeln rund um Betriebsruhe.

Wir ordnen ein, wann wirklich ein Anspruch auf Weihnachtsgeld besteht, wie Resturlaub korrekt verfällt, was Arbeitgeber bei Stichtagsregelungen beachten müssen und in welchen Fällen „Zwangsurlaub“ zulässig ist. Für alle, die rechtssicher und ohne Überraschungen durch die Feiertage kommen wollen – eine praxisnahe und verständliche Folge.

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