Kaffeerecht podcast

In our podcast “Kaffeerecht”, we regularly discuss legal topics from everyday digital life for creatives, entrepreneurs and companies in a relaxed coffee break.

Die Auswirkungen des Digital Markets Act auf KI wie Apple Intelligence

Der Digital Markets Act (DMA) der EU trat 2023 in Kraft und verpflichtet die großen Technologieplattformen — sogenannte Gatekeeper — zu mehr Offenheit und Fairness. Gleichzeitig entwickelt Apple seine KI-Funktionen unter dem Markennamen „Apple Intelligence” weiter. Wie hängen DMA und KI zusammen — und was bedeutet das für Nutzer und Wettbewerber?

Was ist der Digital Markets Act?

Der DMA schafft für bestimmte digitale Plattformen mit Gatekeeper-Status besondere Verpflichtungen (Art. 5–7 DMA). Als Gatekeeper gelten Unternehmen, die in bestimmten zentralen Plattformdiensten eine erhebliche Marktmacht haben. Apple, Alphabet (Google), Meta, Amazon, Microsoft und ByteDance wurden als Gatekeeper benannt. Sie müssen u. a. die Interoperabilität mit Drittanbietern sicherstellen, bevorzugte Eigenvermarktung unterlassen und App-Stores für Drittanbieter öffnen.

Apples Compliance-Problem in der EU

Apple Intelligence — Apples KI-Feature-Set, das tiefgehend in iOS, iPadOS und macOS integriert ist — war zunächst nicht für Europa verfügbar. Apple begründete das offiziell mit Unsicherheiten über die regulatorischen Anforderungen durch den DMA. Konkret geht es um die Frage, ob Apples Modell der tiefen Integration eigener KI-Dienste mit der DMA-Pflicht zur Interoperabilität und Offenheit vereinbar ist. Die EU-Kommission hat Apple zu Stellungnahmen aufgefordert.

Warum ist die KI-Integration so rechtlich heikel?

Der DMA verbietet Gatekeepern, eigene Dienste gegenüber Drittanbietern zu bevorzugen. Wenn Apple Intelligence tief ins Betriebssystem integriert ist und gleichzeitig der Zugang für konkurrierende KI-Dienste erschwert wird, könnte das ein Verstoß gegen Art. 6 DMA (Selbstbevorzugung) sein. Außerdem regelt der DMA die Kombination personenbezogener Daten aus verschiedenen Diensten — auch das ist für KI-Systeme, die auf Nutzerdaten angewiesen sind, hochrelevant.

Sanktionen und Durchsetzung

Bei Verstößen gegen den DMA drohen Bußgelder von bis zu zehn Prozent des globalen Jahresumsatzes, bei wiederholten Verstößen bis zu 20 Prozent. Für Apple bedeutet das Milliardenbeträge. Die EU-Kommission hat klargestellt, dass der DMA entschlossen durchgesetzt wird — und die ersten Verfahren gegen Apple und andere Gatekeeper laufen bereits. Das Thema hat also weit mehr als akademische Bedeutung.

Relevante Rechtsgrundlagen

Digital Markets Act (EU) 2022/1925 (DMA); Art. 5–7 DMA (Verpflichtungen für Gatekeeper); Verordnung (EU) 2024/1689 (AI Act); Art. 10 AI Act (Datendokumentation für KI-Training); Entscheidung der Kommission zur Gatekeeper-Benennung. TWW.LAW berät Unternehmen zu Compliance-Fragen im Plattform- und KI-Recht sowie zu den Auswirkungen des DMA auf Vertriebs- und Integrationsstrategien.

Betrifft Sie dieses Thema? Der Digital Markets Act greift in die Geschäftsmodelle großer Plattformen ein und hat Folgen für Unternehmen, die auf diese Plattformen angewiesen sind. Sprechen Sie uns an, wenn Sie die Auswirkungen einschätzen möchten. Jetzt Kontakt aufnehmen →

Transkript der Folge

Willkommen zum Podcast Kaffeerecht von der Kanzlei TWW Law mit rechtlichen Themen für Kreative, Unternehmer und Unternehmen. Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge unseres Podcasts Kaffeerecht. Auf dieser Seite des Mikrofons heute wie gewohnt Dennis Tölle und auf der anderen Seite Marvin Elri Fay, das bin ich. Heute mit einem spannenden Thema, was wir schon einmal in gewisser Form hatten, jetzt aber nochmal mit neuen News bzw.

neuen Problemen. Es geht um den Digital Markets Act und wie dieser Technologien möglicherweise verhindert oder auch nicht verhindert, das wollen wir heute so ein bisschen herausfinden. Das letzte Mal ging es darum, dass Instagram eine neue App hatte, und zwar Threads, eine Art Twitter-Klon. Und da gab es Probleme mit dem Digital Markets Act, weil die Accounts so verknüpft waren.

Jetzt haben wieder Tech-Giganten, und zwar Apple, Meta und auch Microsoft, Probleme angemeldet mit dem Digital Markets Act, die sie jetzt sozusagen daran hindern, KI-Produkte auf den Markt zu bringen, also in der EU auf den Markt zu bringen. Ob das wirklich so ist, werden wir sehen, gerade wenn es um Apples Produkt geht, also Apple Intelligence, das soll sowieso erst im Herbst diesen Jahres kommen. Da wird man sehen, ob das dann nicht möglicherweise doch noch auch rechtzeitig klappt. Aber ja, darüber wollen wir heute sprechen.

Ja, ganz genau. Ich glaube, wir sind heute etwas weniger rechtlich und mehr, technisch will ich jetzt auch nicht mal sagen, aber so ein bisschen schon im gesellschaftlich-politischen Bereich, wo wir uns sonst immer raushalten wollen, jedenfalls was diesen digitalen Bereich angeht. Und in der Tat sind wir auf dieses Thema gekommen, weil zuletzt Apple eben auch so langsam in den KI-Bereich vorstoßen möchte und da bei der Vorstellung seines Apple-Intelligence-Dienstes gleich gesagt hat, okay, das gibt es aber ohnehin jetzt erstmal noch nicht in der EU, wenn es denn überhaupt kommt. Und es ist ja ohnehin noch nicht verfügbar.

Aber wenn dann auch erstmal nicht in der EU. Und dann hat sich auch herauskristallisiert, dass eben der DMA, der Digital Markets Act, da wohl der Grund dafür sein soll. Und da wollen wir uns basierend auf dieser Ansage mal anschauen, wie der aktuelle Stand der Dinge ist bei unterschiedlichen Diensten. inwieweit da dieses Argument vielleicht auch zieht, dass der DMA da dem Ganzen im Wege steht oder auch nicht.

Nur um das noch einmal ganz kurz vorwegzunehmen, bevor wir uns damit beschäftigen, in technischer Hinsicht um was für Produkte es sich handelt. Der DMA wurde nicht ganz offensichtlich sozusagen genannt, aber was das Problem sein soll, sind Sicherheitsrisiken und Datenschutzprobleme, wenn man Interoperabilitätsverpflichtungen einhält, die halt eben, das wissen wir dann wiederum, der DMA vorgibt. Also dieser Zugang an Daten an Dritte, das ist im Prinzip das, was befürchtet wird durch Apple. Und dem wollen wir gleich auf den Grund gehen, aber zuerst die technische Seite.

Ja, ganz genau. Wir starten einfach mal mit dem kurzen Abriss, um was es da tatsächlich geht. Wie schon gesagt, Apple versucht jetzt auch ein bisschen in diesen KI-Bereich, witzigerweise haben sie das Ganze auch mit AI abgekürzt, wie Apple Intelligence. Andere haben unter AI möglicherweise in der Vergangenheit etwas anderes verstanden.

Jetzt heißt es Apple Intelligence. Das ist marketingtechnisch sicherlich auch nicht ganz doof gewesen. Ja, jedenfalls. Also Apple hat ein neues Betriebssystem oder mehrere neue Betriebssysteme vorgestellt, die irgendwie am Ende des Jahres oder gegen Ende des Jahres veröffentlicht werden sollen.

Und ein Teil des Ganzen sind eben auch künstliche Intelligenzen, die unterschiedlich ausgestaltet sind. Das eine ist etwas, womit sich, glaube ich, auch Apple irgendwie so ein bisschen ein Alleinstellungsmerkmal verspricht, auf den Geräten selbst laufende Modelle. Das heißt, ich brauche dafür keinerlei Internetzugang. Ich kann eben mit den Daten, die auf dem Gerät verfügbar sind, bestimmte Sachen lösen.

Das ist also grundsätzlich erstmal eher eine Sache, die datenschutzfreundlich wirkt oder auch ist. Und dann gibt es aber eben auch Bereiche, wo Apple, glaube ich, auch einfach nicht hinkommt mit den Daten, die auf dem Gerät sind und auch mit der Prozessorleistung, mit dem Umfang der Sprachmodelle etc. Da gibt es dann irgendwie so einen teilweise Versand von Daten in eine bestimmte oder an bestimmte dafür eingerichtete Server, die besonders gesichert sein sollen und die quasi so sicher sein sollen wie eine On-Device-Verarbeitung. Das heißt, da soll der Nutzer im Prinzip keinen großen Unterschied merken.

Das läuft aber alles noch unter dem Label Apple Intelligence. Und dann gibt es eben auch noch eine dritte Möglichkeit. Und diese dritte Möglichkeit ist die, dass man sagt, okay, wir haben im Moment, ist es glaube ich nur in Anführungsstrichen OpenAI, die sie als Partner haben, wo gesagt wird, okay, diese Anfrage können wir dir nicht beantworten, aber wenn du möchtest, lieber Nutzer, dann kannst du auch, kannst du diese Anfrage an OpenAI weitergeben, an ChatGPT ganz konkret und dann bekommst du von dort die Antwort. Dann gibt es aber gleich einen Disclaimer dazu, salopp gesagt, wenn ChatGPT jetzt irgendwie ein bisschen rumhalluziniert, da können wir nichts für, das ist nicht unsere Schuld, das ist dann eine Sache von ChatGPT.

Und das ist dann natürlich ein klarer Bereich, der läuft so wie wir heute, in Anführungsstrichen, KI, wenn sie generativ ist zum Beispiel, nutzen, dass wir sagen, okay, wir schicken unsere Daten entweder über den Browser oder über die App an ChatGPT und da gibt es dann irgendeine Ausgabe. Und das lässt sich dann eben tiefer integriert auch über die Apple-Systeme lösen und ist dann, wenn man so will, im Moment die klassische KI, wenn man da schon von klassisch sprechen kann. Ja, und eine Sache, die sozusagen Apple Intelligence dann besonders macht, ist, dass es halt eingebunden ist in das Betriebssystem als solches. Das heißt, wenn ich mein iPhone habe und das Apple iOS benutze, was ich ja muss, dann ist Apple Intelligence einfach ein Kernbestandteil davon, was dazu führt, dass Apple Intelligence die Möglichkeit hat, alle Daten, die innerhalb dieses Betriebssystems sind, zu verwenden.

Das macht Apple Intelligence wiederum in der Theorie, man muss schauen, wie sich das dann wirklich implementiert und wie das dann läuft, aber in der Theorie macht es das sehr, sehr gut, weil es sozusagen die Funktionen, die es ausführen soll, mit allen Daten machen kann, die zur Verfügung stehen, um alle Fragen zu beantworten. Also wenn man jetzt an die Terminplanung denkt oder sowas, dann kann Apple Intelligence alle Möglichkeiten, wo möglicherweise Konflikte bestehen können, abfragen und sozusagen durchgehen. Hat möglicherweise einen besseren Überblick über den eigenen Terminkalender als man selbst, was natürlich auch toll ist. Und auf der anderen Seite, also das heißt, Apple Intelligence hat dahingehend einen Vorteil, aber auf der anderen Seite könnte das auch gerade der Nachteil sein, der sozusagen das Problem mit dem Digital Markets Act macht.

Denn im Gegensatz zu ChatGPT ist es halt eben nicht eine einzelne Anwendung, die ich immer mit den Informationen füttere, die ich der KI geben möchte, sondern hat halt jederzeit Zugang zu allen Daten. Und da ist jedenfalls im Moment das Argument, dass man sagt, ja, wir werden das erstmal jedenfalls im US-amerikanischen Raum ausrollen, ohnehin nur in englischer Sprache, in US-amerikanischer Sprache tatsächlich auch nur. Was insofern nachvollziehbar ist, weil ich glaube, die Entwicklung, die dahinter steht, ist einfach entweder noch nicht so weit wie die anderen, was die Sprachmodelle angeht etc. Oder eben in einer Art und Weise auch, glaube ich, noch sehr, sehr stark dahingehend begrenzt, dass man sagt, wir wollen auf jeden Fall irgendwelche Fettnäpfchen vermeiden, wie sie die anderen jetzt mittlerweile alle schon getroffen haben, was irgendwelche Ausgaben angeht, die politisch, gesellschaftlich etc.

oder historisch einfach völlig daneben waren. Und deswegen glaube ich auch dieser Weg, dass man sagt, okay, wir wollen euch nicht vorenthalten, was es an Möglichkeiten gibt, die ihr geben könnt, aber dann nehmt ihr bitte OpenAI-Produkt und wir sagen, wir sind raus, das, was da rauskommt, darauf haben wir keinen Einfluss. Und den Teil, den wir selber machen können, sowohl generativ als auch im Sinne von, wann hat meine Mutter mir per iMessage dieses Dokument geschickt, in dem steht, wo sie abgeholt werden möchte am Flughafen, wann ist das und wie lange brauche ich bis dahin, diese Informationen zu verknüpfen und mir dann eben die Antwort zu geben, okay, fahr jetzt mal los, du musst deine Mutter vom Flughafen abholen. Das sind dann so Punkte, da ist ja wenig Generatives bei.

Ich könnte mir persönlich auch vorstellen, dass die englische Entwicklung eines KI-Modells auch deshalb leichter fällt, weil wahrscheinlich die Trainingsdaten, die aufbereiteten Trainingsdaten für eine solche KI einfach umfangreicher sind und es deswegen schneller geht, weil es einfach mehr englische Daten gibt. was mich zu einem kleinen Disclaimer sozusagen führt. Apple sieht sich jetzt schon Kritik ausgesetzt, dass sie möglicherweise Trainingsdaten verwendet haben, die nicht lizenziert waren, also für die sie nicht die Lizenzen haben. Das ist immer so ein By-Product von allen KI-Produkten.

Das ist etwas, was man auf jeden Fall auch im Auge behalten sollte. Ich will das jetzt gar nicht runterreden, ist nicht Thema dieser Folge, Aber das ist zum Beispiel etwas, was dann in Verbindung mit der KI-Verordnung nochmal ein Thema werden könnte, dass dann auch wieder es um Urheberrechte oder vielleicht auch Persönlichkeitsrechte geht, gegen die dort verstoßen wird. Ja, genau. So, jetzt haben wir das, glaube ich, technisch im Groben dargestellt.

So richtig genau wissen wir es ja dann auch noch nicht, weil wir es, also ich selber bin zwar grundsätzlich, nennen wir es mal Apple, interessiert, was die Produkte angeht, aber auch mir ist das im Moment noch zu heiß, eine Developer-Beta auf Produktivsystemen zu installieren. Das mache ich dann doch nicht. muss ich mal gucken, vielleicht mit der Public Beta, vielleicht mal in irgendeinem Bereich, aber schauen wir mal. Aber genau, dann weiß man eben ein bisschen mehr, aber eben basierend auf diesen Ankündigungen kam gleich in einem Schwung quasi mit, dass man da Sicherheitsrisiken und eben durch diese Verpflichtung zur Interoperabilität, das heißt also zum Austausch mit Dritten auch und vor allen Dingen auch mit dritten gewerblichen Teilnehmern da möglicherweise Hürden sieht, die man erstmal nicht direkt nehmen kann, weshalb eine Einführung in der EU später erfolgen solle.

Da würde ich sagen, gucken wir uns im nächsten Schritt nicht nur dann Apple an, sondern die sind ja nicht die einzigen, die dieses Argument bringen und damit umgehen, sondern das hat in der Vergangenheit, das heißt es am Anfang schon gesagt, auch Meta getan, als es um Threads ging. Genau, und dort war die Konstellation so, dass Threads, das neue Produkt sozusagen oder die neue Applikation, es unbedingt notwendig hatte, dass man ein Instagram-Konto hatte. Und das Threads-Konto war dann wiederum untrennbar verbunden mit dem Instagram-Konto, was dazu führte, dass wenn ich mein Instagram-Konto lösche, auch mein Threads-Konto gelöscht war. Und das war etwas, was der DMA so nicht vorsieht, denn diese Verbindung von zwei Diensten und die Verpflichtung zur Anmeldung zu einem Dienst über einen weiteren Dienst, das ist etwas, was der DMA halt explizit verbietet und das war in technischer Hinsicht wahrscheinlich gar nicht mal so ein großes Problem zu beheben.

Es hat trotzdem fünf Monate gedauert, bis es dann Threats in die EU gekommen ist. Also während es in anderen Ländern sozusagen schon im Juli 2023 diese App gab, kam die in der EU erst im Dezember 2023. Hier für unseren Fall jetzt zum Beispiel mit Apple Intelligence, aber auch, können wir gleich noch zwei Worte zu verlieren, für eine potenzielle Meta-KI, die kommen soll, also von der Muttergesellschaft von Facebook und auch für Microsoft Co-Pilot. Da ist möglicherweise auch die technische Seite etwas problematischer, denn wenn ich meine Entwicklung darauf basiere, dass ein Betriebssystem fest verbunden ist mit der KI, dann müsste ich die ja möglicherweise, um eine Lösung zu finden, müsste ich sie ja möglicherweise voneinander trennen und als eigenständige Applikation sozusagen darstellen oder implementieren.

Und das könnte auch eine technische Komponente haben, die gar nicht mal so leicht ist zu beheben. Wir haben ja das relativ offensichtlich im Moment bei OpenAI. OpenAI bietet eine App an, eine ChatGPT-App, die gibt es für alle Plattformen oder ich benutze es halt im Netz. Und das ist natürlich so, weil OpenAI, in Anführungsstrichen, jetzt runtergebrochen, genau ein Produkt hat und dieses Produkt kann es eben überall anwenden.

Es ist darauf angewiesen, dass das auf unterschiedlichen Plattformen angewendet wird. Also was macht man? Bietet eine App an. Und die Position der anderen Großen, in Anführungsstrichen, ist ja, dass sie schon eine große, ich nenne es mal ganz vorsichtig, Marktmacht haben.

Und zwar dahingehend, dass die Basis, also jedenfalls im Bereich von Microsoft und von Apple, dass sie einfach, naja, Google auch, Betriebssysteme für Produkte haben, die wir jeden Tag benutzen. Und wenn sie dann ein zusätzliches Produkt rausbringen, ist es ja insofern etwas vergleichbar mit der Situation, dass ich ein Betreiber eines sehr großen sozialen Netzwerks bin, das ein weiteres Produkt rausbringt, das dann natürlich gerne das daran knüpfen möchte, um das auch möglichst groß und möglichst potent an den Markt zu bringen. Nicht zu vergessen, wenn man sich anschaut, als Threads, als Alternative zu Twitter auf den Markt kamen, war das ja in der Zeit, in der es gerade bei Twitter hoch herging und viele gesagt haben, ich gehe weg von Twitter, das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, was da diese Umbenennung in X und was der Elon Musk da macht, das finde ich nicht gut, deswegen möchte ich woanders hin und da gab es halt keine Alternative. Und dann hat Meta gesagt, okay, wir schaffen diese Alternative.

Und in diesem Zuge sind einfach ganz viele Leute dahin gewechselt. Ob das jetzt ohne diese Ereignisse tatsächlich so passiert wäre, weiß man nicht. Und man sieht dann ganz klar, als es später eingeführt wurde in der EU, ist der Run darauf auch gar nicht mehr so groß gewesen. Und der Punkt ist natürlich der, wenn ich ein bestehendes System habe, auf das ich zugreifen kann, ist es natürlich reizvoll, ein neues Produkt so daran zu koppeln, dass ganz viele Nutzer da auch hingehen.

Und das haben wir eben jetzt in unterschiedlichen Situationen gesehen und das ist etwas, was der DMA versucht zu verhindern, wenn es zum Nachteil der Nutzer läuft. Genau und vielleicht müssen wir an der Stelle noch einmal auf ein paar Begrifflichkeiten eingehen, die der DMA sozusagen benutzt und zwar in allererster Linie auf den Begriff des Torwächters bzw. des Gatekeepers. Das sind im Prinzip Anbieter von Plattformdiensten, von zentralen Plattformdiensten, deren Nutzerzahlen so hoch sind und deren Plattform so einen großen Umfang hat, dass sie im Prinzip wie so eine quasi Monopolstellung haben, wenn es darum geht, Zugang zu gewähren zu den Daten, die dort generiert werden und zu den Märkten, die hinter dieser Plattform sozusagen liegen.

Und der DMA hat eigentlich als Ziel dann, Torwächter dazu zu verpflichten, Dritten die Möglichkeit zu geben, auf diese Märkte draufzukommen und dort ihre Produkte anzubieten, aber auch faire Bedingungen auf diesen Märkten zu gewährleisten und diese Unmengen an personenbezogenen Daten, die dort entstehen, nicht zu vermischen mit ihren eigenen Diensten, um dann Vorteile zu generieren, die Dritte nicht haben können. weil sie eben nicht diese Dienste anbieten. Und das bedeutet, dass wir sechs Torwächter haben, die benannt wurden. Das sind Alphabet, also die Muttergesellschaft von Google, Amazon, Apple, ByteDance, das ist die Muttergesellschaft von TikTok, Meta und Microsoft.

Und hinter diesen sechs Torwächtern befinden sich 22 zentrale Plattformdienste, die denen zugehörig sind. Und am Beispiel Apple sind das einmal, wenn es um Vermittlungsdienste geht, der App Store für Browser Safari und für das Betriebssystem das iPhone iOS. Wobei jetzt wohl diskutiert wurde, dass das iPad iOS auch dazu kommen soll. Und am Beispiel von Microsoft vielleicht noch, da sind es LinkedIn als soziales Netzwerk und als Betriebssystem das Windows PCOS, also Windows 11 beispielsweise in der aktuellen Version.

Googles Menge an zentralen Plattformdiensten gehe ich nicht im Einzelnen durch, aber beispielsweise gehört auch dazu YouTube oder die Google Suchmaschine und natürlich auch Google Chrome. Wir packen eine Übersicht von der EU auch in die Shownotes. Da kann man aber ganz gut sehen, wie die einzelnen Anbieter verbreitet sind in der EU, mit welchen Diensten. Und da hat Apple insofern so ein bisschen Glück, dass sie nicht mit all ihren Diensten in der Größe überhaupt vertreten sind.

Also iOS, okay. Es gibt sehr viele iPhones in der EU. Safari läuft ja auch einigermaßen unabhängig. Du kannst Safari auch unter Windows nutzen.

Unter Linux meine ich nicht. Bin ich jetzt gerade überfragt. Und der App Store, okay, der ist eben gekoppelt an die jeweiligen Dienste. iOS, iPadOS oder macOS.

Oder jetzt auch Vision OS für die Vision Pro, die dann jetzt auch dieses Jahr, ich glaube, in diesem Monat ausgeliefert wird. Vorbestellungen gibt es, glaube ich. Aber da sehen wir ja auch schon die ersten Entwicklungen. Da ist es ja jetzt auch schon dazu gekommen, dass Apple sich da bewegt hat und gesagt hat, okay, wir lassen eben auch Drittstores zu, wir koppeln das nicht mehr, sondern wir geben ein bisschen was von dem auf, sage ich mal, von diesem geschlossenen System.

Der Nutzer kann sich dann eben selber dafür entscheiden, ob er aus einem anderen App-Store eben Apps nutzen möchte und runterladen möchte, wobei das auch die Umsetzung des Ob und des Wie, also das Ob ist geklärt, aber das Wie, da wird auch noch drüber gestritten, aber es ist jedenfalls möglich mittlerweile. Genau, also was bedeutet jetzt also der DMA für diese zentralen Plattformdienste? Es bedeutet, dass ich auf einem iPhone auch den Google Play Store haben müsste oder können müsste. Dass das in der Praxis noch seine Schwierigkeiten hat und unter Hürden gestellt wurde, beispielsweise von Seiten Apples.

Das ist klar, da ist auch die Europäische Kommission hinterher, um zu überprüfen und zu checken, ob das alles so seine Richtigkeit hat. Aber das ist sozusagen das Ziel des Digital Markets Act. Und warum ist das jetzt interessant für Apple Intelligence? Weil das Betriebssystem iOS ist ein zentraler Plattformdienst und deshalb muss dieses Betriebssystem geöffnet sein für Dritte.

Wenn jetzt Apple Intelligence wiederum fester Kernbestandteil von dem iOS ist, also von dem Betriebssystem ist, dann muss auch Apple Intelligence mit seinen Funktionen, mit seinen Daten etc. Dritten eröffnet sein. So zumindest die Befürchtung bzw. die Aussage von Seiten Apple.

Und das ist vielleicht ein ganz guter Übergang, um sich Microsoft auch als größeres Beispiel für diese Situation anzuschauen, weil Microsoft eben auch mehrere KI-Produkte anbietet, aber eben eines davon ist dieser Co-Pilot, der, ja ich sag mal im Wesentlichen, eine starke Integration in die eigenen Microsoft-Produkte, das können einzelne Office-Produkte sein, Word, Outlook etc. aber eben auch die Integration in das Windows-Betriebssystem sein. Und dieser Co-Pilot soll eben bei der Arbeit unterstützen, weiß ich nicht, E-Mail-Antworten vorformulieren, Texte redigieren, Texte vorschreiben, also in Teilen generativ, in Teilen eben nicht generativ, aber sehr umfangreich und ich glaube auch ein ganzes Stück weit umfangreicher als das, was Apple jetzt überhaupt geplant hat, soll das Ganze, oder soll nicht eingeführt werden, ist eingeführt worden. Da muss man natürlich sagen, dass Microsoft auch eine sehr starke wirtschaftliche Verbindung zu OpenAI hat.

Aufgrund von Investitionen etc. sind ja sehr früh eingestiegen und auch auf den KI-Zug aufgestiegen und haben da, glaube ich, auch sehr schnell, vielleicht zu schnell, man weiß es nicht genau, in diese Richtung gesetzt und sind, was das angeht, relativ weit. Aber auch da gab es Verzögerung bei der Einführung dieses Co-Pilot in der EU, denn Kommunikation war die, dass Microsoft sicherstellen wollte, dass man den Anforderungen des Digital Markets Act gerecht wird, bevor man es in der EU einführt. Und die Änderungen, die dann erfolgt sind im Vergleich zum Beispiel der US-Version, sind die, dass man diesen Co-Pilot separat als App installieren kann.

Das ist genau das, was wir eben im Prinzip besprochen haben, dass diese tiefe Integration sicherlich noch vorhanden sein kann, wenn der Nutzer das möchte, aber es ist eben eine separate App, die auch insofern separaten Zuriff hat. Und dann, es gibt noch ein, zwei andere technische Sachen, aber ein Punkt, der so ein bisschen, ich weiß gar nicht mal, nicht nur DMA relevant ist, sondern auch so ein bisschen in Richtung DSGVO zielt, ist die Versicherung, dass Kundendaten nicht zum Training verwendet werden. Das ist ja auch eine Frage, die mit diesen ganzen KI-Produkten immer einhergeht. Welche Daten werden denn fortlaufend verwendet, um das System zu verbessern?

Also es gibt ja immer dieses Initial, ich bringe ein Produkt auf den Markt, das habe ich trainiert mit bestimmten Daten. Die sind, was das Sprachliche angeht, brauchen die sicherlich nicht dauernd ein Update. Aber was die zeitlichen Informationen angeht, die Informationen aus unterschiedlichen Bereichen, die sich weiterentwickeln, müssen die ja geupdatet werden. Und auch um, ich sag mal, eine gute Lösung zu bieten.

Also wenn jemand in meinem Namen eine E-Mail schreiben möchte, dann muss er wissen, wie ich diese E-Mail schreibe. Mein Stil, duze ich mich mit dem, sieze ich den, was schreibe ich denn da für eine Anrede? Wie schreibe ich denn? Schreibe ich lange Sätze, kurze Sätze, schreibe ich irgendwie besonders freundlich?

Bin ich eher so ein Faktentyp, der immer nur hintereinander wegbom, bom, bom, ohne da irgendwie Emotionen drin zu haben? Das muss so eine KI wissen und um das zu wissen, muss sie weiter trainiert werden, speziell auf meinen Fall, aber eben auch die Frage, wie schreibt denn jemand, der besonders emotional schreibt, damit es in anderen Fällen angewendet werden. Und da ist die Frage, wo gehen die Daten hin, wer verwendet die Daten, in welcher Art und Weise. Und da hat Microsoft eben gesagt, okay, von EU-Nutzern werden Kundendaten zum Training nicht verwendet, außer ein Administrator, der diese Dienste dann einrichtet, hat dem Ganzen zugestimmt.

Ja, ich meine, man könnte hier an der Stelle unterscheiden in sozusagen zwei Fälle. Und der erste Fall ist, durch meine Nutzung der KI verbessert sich meine Version der KI hinsichtlich meiner Ergebnisse. Das heißt, sie nimmt das, was ich von ihr wollte, vielleicht sage ich ihr auch, okay, das war nicht das, was ich wollte, sondern ich ändere das nochmal so und so ab und lernt daraus für mich. Und das geht nicht sozusagen in den breiteren Pool der KI als solches und für alle anderen, die diese KI nutzen, kriegen nichts davon mit, haben diese verbesserte Version nicht zur Verfügung.

Und so würden sich dann die KIs so ein bisschen alle selbstständig machen und an unterschiedlichen Ständen dann sein, angepasst auf ihre Nutzer. Das wäre ja wahrscheinlich für viele auch eher akzeptabel, solange dann die Daten nicht an alle gehen. Das Problem oder das größere Problem entsteht bestimmt dann, wenn meine Trainingsdaten, also meine Nutzungsdaten zurückgehen an Microsoft und dann auch für Dritte zugänglich sind, beziehungsweise nicht zugänglich sind, aber die KIs aller dann verändert werden und auf ein neues Niveau angepasst werden. Da kann man dann schon eher Bedenken haben, insbesondere hinsichtlich der Datensicherheit.

Ich würde sagen, wir können uns jetzt, es handelt sich hierbei ja um einen rechtlichen Podcast, dann im nächsten Schritt vielleicht mal gucken, was tatsächlich bezüglich dieser Argumente berücksichtigt werden muss. Was gibt der DMA an Formulierungen oder an Artikeln her, um diese Argumentation, wir können das in der EU gerade noch nicht in der Form einführen, weil wir befürchten, dass es da rechtliche Kollisionen gibt. Ja, was könnte da dran sein? Und vielleicht eine Sache, die man vorweg sozusagen ausräumen kann, ist die Frage, sieht der DMA es denn vor, dass innerhalb von diesen Interoperabilitätsideen etc.

Dritte aktiv Zugang bekommen sollen zu Daten, die eigentlich nur der Torwächter hat, insbesondere zu personenbezogenen Daten. Also ist der DMA sozusagen ein Schlupfloch in der DSGVO? Und da kann man ganz klar sagen, nein, das ist er nicht. Vielmehr sieht er sich als Ergänzung zur DSGVO in der Form, dass innerhalb des Ökosystems Google beispielsweise die Daten eigentlich nur an den einzelnen Orten bleiben sollen und Google nicht auf alle Daten zusammen Zugang haben soll.

und insbesondere also diese Verbindung von personenbezogenen Daten aus verschiedenen Systemen soll verhindert werden. Also einen Zugangsanspruch weder für Torwächter selbst noch für Dritte auf der Plattform gibt es nicht. Das sieht der DMA aktiv nicht vor. Was aber sozusagen Kernbestandteil des DMAs ist, sind Interoperabilitätsideen.

Und das ist beispielsweise dann Artikel 6, ich meine es ist Absatz 7, dass Betriebssysteme eben halt auch Drittanbietern zugänglich sein müssen und damit sie ihre Produkte, ihre Apps beispielsweise oder ihre Systeme auch innerhalb dieses Betriebssystems anbieten können. Und das kann jetzt aber natürlich dann in einem nachgelagerten Schritt dann doch dazu führen, dass beispielsweise jetzt Apple Systemfunktionen und Daten, die für Apple Intelligence genutzt werden, dann auch Dritten eröffnen muss. Gar nicht mal direkt herausgeben, sondern dass Dritte das auslesen können, alleine dadurch, dass sie ein Produkt über das Betriebssystem anbieten. Was ich jetzt grundsätzlich nicht für verkehrt halte, weil das ja auch den Dienst selber, glaube ich, in der Art und Weise erweitern kann, dass der Nutzer was davon hat und dass das Produkt selber sich besser verkaufen lässt letztlich.

Der Punkt ist ja tatsächlich, inwieweit kann man oder ist der Anbieter dazu verpflichtet, solche Daten rauszugeben? Da geht es ja auch immer ein bisschen um die Frage, naja, zum einen bin ich gegenüber meinen Kunden zum besonderen Schutz dieser Daten verpflichtet per se und dann habe ich vielleicht, und das ist im Fall von Apple natürlich der Fall, gerade auch im Marketing diesen Datenschutz und das Vertrauen der Kunden als etwas propagiert. was nur ich anbiete, bei uns sind eure Daten sicherer als bei anderen, wir legen großen Wert auf Datenschutz, bei uns passiert nichts, dann ist es natürlich schwierig, wenn ich gesetzlich auf einmal dazu verpflichtet bin, diese Daten rauszugeben, was nicht zwingend über den DMA der Fall ist. Was aber natürlich möglich sein muss, und da ist es meines Wissens auch so, was Apple ja schon angekündigt hat zum Beispiel, dass man neben zum Beispiel OpenAI auch andere Anbieter integrieren will.

Ich gehe davon aus, dass man da einfach noch nicht so weit ist, aber dass man da eben andere Sprachmodelle und andere Anbieter integriert, was sinnvoll sein kann. Und worüber aber in der Tat nicht gesprochen wurde, was nicht bekannt ist, was aber für mein Verständnis nur Sinn machen kann, ist, dass man diese Apple-Intelligence erweitert auf die Dienste, die auf meinem Gerät laufen. Weil ich schreibe vielleicht nicht nur über iMessage, sondern ich schreibe auch über WhatsApp und ich schreibe auch über irgendeinen Messenger. Und dann bringt mir natürlich eine Apple-Intelligence nicht viel, die mir nur sagen kann, was mir die Leute über iMessage geschickt haben, vielleicht in einem, weiß ich nicht, im Apple-eigenen Pages-Format, sondern wenn ich auf dem Gerät auch Word habe, dann müssen diese, ich sage mal, die Intelligenz das lesen können, damit interagieren können, um mir dann letztlich dieses Ergebnis zu liefern, okay, du hast über WhatsApp von Mavan ein Word-Dokument bekommen und da steht drin dieses und jenes.

Das kann nur funktionieren, wenn es technisch eben komplett mit allen zusammenarbeitet Und ob diese Anforderung jetzt rechtlich notwendig ist, das ist ein bisschen die Frage, aber sie ist jedenfalls im Sinne des Nutzers und würde natürlich das Ergebnis einfach ganz stark verbessern. Ja, ich meine, das spielt, glaube ich, direkt in den Artikel 6 Absatz 4 hinein, DMA. Und zwar muss es möglich sein, Drittanbieter-Software-Anwendungen zu installieren und effektiv zu nutzen. Das muss den Nutzern von Torwächter-Diensten, also Plattform-Diensten, möglich sein.

Das bedeutet ja auch ein bisschen im Umkehrschluss, ich muss es ja den Nutzern oder den Drittanbietern anbieten, muss ich es ja möglich machen, die notwendigen Informationen auszulesen, die sie brauchen, um ein optimiertes Produkt anzubieten, das innerhalb beispielsweise des iOS funktioniert. Und dafür brauchen die vielleicht bestimmte Hintergrunddaten. Wie funktioniert iOS, wie läuft iOS-Programmsprache etc. Und das kann ja dann wiederum auch diese Sicherheitsrisiken birgen, die dann, das ist so eine Art Teufelskreis sozusagen, ich muss öffnen, dann kann er Daten auslesen und dadurch wird es ein bisschen gefährlicher, weil was kann dieser Drittanbieter jetzt mit diesen Daten machen?

Vielleicht eine Sache, auf die ich jetzt gerade noch gekommen bin, Artikel 6 Absatz 3 sieht es vor, dass vorinstallierte Anwendungen, soweit sie nicht notwendig sind, damit das Betriebssystem überhaupt läuft, löschbar sein müssen. Und hier könnte man eigentlich die Frage stellen, und ich habe das noch nirgendwo gelesen, das heißt, das ist auch nicht etwas, was ich soweit ich weiß von Apple auf den Schirm gebracht wurde, aber hier könnte man wirklich überlegen, dass wenn Apple Intelligence ein festes Produkt ist innerhalb von iOS und nicht deinstallierbar ist, ob das nicht sogar ein Verstoß gegen Artikel 6 Absatz 3 wäre, was dazu führen würde, dass es ähnlich wie Microsoft Copilot als eigenständige App angeboten werden muss, die ich eben auch deinstallieren kann. Andere Möglichkeit wäre natürlich, dass man wie beispielsweise Siri einfach das ausschaltet. Ja, genau, daran habe ich jetzt gerade gedacht.

Also die Möglichkeit, dass man Apps löschen kann, die war ja tatsächlich auch von Apple erst in jüngerer Vergangenheit nachgeliefert worden, dass du wirklich jede App löschen kannst. Also nicht jede, aber nahezu. Also gerade so diese Apple-eigenen Apps, also Taschenrechner oder Wetter oder was weiß ich. Und das war ja am Anfang nicht so, während du alles andere löschen konntest.

Das ist ja ein Resultat auch dieser Regelung. Und in der Tat spricht ja auch nichts dagegen zu sagen, okay, ich habe das als separate App, aber trotzdem ist es eben zum Beispiel bei iOS oder MacOS einfach viel besser integriert, als wenn ich es irgendwo anders separat installiere, weil möglicherweise die Anbindung da besser ist oder die APIs vorhanden sind oder was auch immer. Und wenn ich es lösche, wird es halt automatisch deaktiviert. Aber in der Tat, gerade so, wenn ich überlege, was die Sprachein- und Ausgaben angeht, Alexa, Siri, Tralala.

Sorry für alle Hörer, die haben das gerade nicht gesagt. Und dann ist es sicherlich so, dass man, also du kannst die, kannst du glaube ich nicht deaktivieren, also du kannst sie deaktivieren, aber es gibt keine App dazu, die du irgendwie löschen kannst. Also wenn, müssten dann da Funktionen fehlen. Ich glaube aber, dass der Teil an sich erstmal überhaupt nicht betroffen ist vom DMA.

Ja, ich glaube, damit haben wir eigentlich so einen guten Rundumblick gehabt, was sozusagen möglicherweise aus unserer Sicht Stand jetzt die relevanten Normen sein könnten. Der DMA als solches ist schon eher unübersichtlich, wenn einzelne Artikel über 10 Absätze haben, dann ist das immer aus meiner Sicht unübersichtlich. Aber ich glaube, die Kernidee ist ja Interoperabilität und Zugang für Drittanbieter in diesen Plattformdiensten. Vielleicht an der Stelle, was man noch erwähnen könnte, ist einfach, dass wenn man jetzt auf diese Definition nochmal zurückgeht, was ist denn Torwächter und was sind denn eigentlich diese Plattformdienste, die da im Moment relevant sind?

Apple ist insofern ja nur dahingehend betroffen, dass es iOS angeht. Das ist natürlich ein relativ großer Bereich, aber sie könnten auch sagen, okay, unter macOS und iPadOS bringen wir das erstmal, weil diese Dienste fallen gar nicht unter die Definition, jedenfalls aktuell, der Kommission. Was natürlich im Sinne einer einheitlichen Entwicklung etc. und dahin geht es ja, das muss man auch sagen, dass ein Dienst einheitlich für alle Betriebssysteme entwickelt werden soll.

Aber grundsätzlich wäre das denkbar, dass sie sagen, okay, wir führen das erstmal nur bei macOS an und gucken wir mal. Dazu, eines der neu eingeführten oder neu vorgestellten Fähigkeiten bzw. Produkte war ja auch, dass man von seinem Mac das Handy steuern können soll. Und ich habe, ich meine gelesen zu haben, und das ist eine valide Idee, dass man über diese Nutzbarkeit des iPhones vom Mac aus wiederum jetzt sagen kann, dass Mac OS selber dann auch Teil des DMA wird oder darunter fallen könnte.

Also zumindest diese Funktion als solche wird jedenfalls auch getrennt von Apple Intelligent sozusagen unter den DMA fallen und vielleicht dann gestoppt werden müssen. Ob man dadurch dann macOS dazu kriegt, werden ja nicht mehr macOS-Geräte dadurch, dass du jetzt dein iPhone damit steuern kannst, würde ich behaupten. Also da das ja durchaus ein Kriterium ist, halte ich das auf rechtlicher Ebene, glaube ich, für schwierig, aber in der Tat, diese Funktion ist auch grundsätzlich davon betroffen. Genau, es gibt ja noch einen Punkt, diese Folge ist sehr Apple-lastig, aber die sind ja gerade tatsächlich sehr aktiv, was das angeht, da kommen wir vielleicht gleich nochmal zu.

Aber es gibt ja einen Punkt auch noch, den hatten wir eben schon mal kurz angerissen, die Öffnung der App-Stores, die Apple jetzt gezwungenermaßen, wenn man so will, durchgeführt hat. Da gibt es ja mittlerweile auch wieder Schwierigkeiten. Das heißt also, diese Öffnung ist durchgeführt worden, die ist mit sehr krassen Regularien tatsächlich eingeführt worden von Apple, von denen Teile schon wieder zurückgenommen worden sind. Und da ging es, glaube ich, auch darum, dass wenn du da irgendwie teilnehmen wolltest oder deine App über diesen Drittstore anbieten wolltest, dass Apple dann gesagt hat, okay, das kannst du gerne machen, aber du musst erstmal eine Sicherheit von einer Million Dollar hinterlegen, was natürlich gerade für Indie-Entwickler und für Kleinentwickler völlig utopisch ist.

Und dann ging es irgendwie über Gebühren, die dann so einen kleinen Entwickler quasi mit der ersten Monatsrechnung Pleite gemacht hätte. Das funktioniert natürlich nicht und das läuft dem natürlich zuwider, spiegelt so ein bisschen, aber auch wieder, dass Apple sagt, okay, unser System sieht aber vor, dass es besonders sicher ist und wir wollen schon noch da die Hand drauf haben. Was ich durchaus nachvollziehen kann, weil man, meine ich zumindest meines Wissens nach, auch bisher eigentlich zum Ergebnis hat, dass ich weniger Gefahren über einen Apple App Store sehe, auch da gibt es immer mal wieder irgendwas, als zum Beispiel über einen wesentlich offeneren Android Play Store. Was ist der Play Store?

Google Play Store. Und das hat sicherlich damit zu tun, dass Apple wesentlich strenger kontrolliert und das ganze System weniger offen ist. Und deswegen sagt man jetzt natürlich, okay, jetzt muss ich das öffnen. Da versuche ich, das dann ganz auf anderen Wege zu sichern.

Ob das dann immer der richtige Weg ist, das sei mal dahingestellt. Und jedenfalls hat es jetzt wieder die Kommission auf den Plan gerufen, die sich jetzt die konkrete Öffnung anschaut und auch schon angekündigt hat, dass sie damit nicht einverstanden ist in der konkreten Art und Weise und in Gesprächen mit Apple ist, beziehungsweise eine weitergehende Untersuchung jetzt eingeleitet hat, dazu, ob die Öffnung in der konkreten Form den Anforderungen des Digital Market Acts gerecht wird. Das ist also noch so ein weiterer Punkt, über den Apple dann mit der Kommission sprechen muss. Das wird sicherlich auch wieder ein bisschen dauern, bis das alles untersucht ist und geklärt ist etc.

Da ist die technische Entwicklung dem dann natürlich wesentlich schneller voran. Ja, ich denke, das ist eigentlich ein schönes Beispiel, um zu zeigen, dass es nicht schwarz und weiß ist innerhalb des DMA. Also es ist schon möglich, dass du eine Idee hast, wie du es DMA-konform machst, das dann veröffentlicht und dann ist es nicht so, dass die Kommission klipp und klar sagt, nein, das geht so nicht und jetzt musst du eine Milliarde Dollar oder Euro Strafe zahlen, sondern das ist dann ein Dialog, in dem man sozusagen versucht, miteinander übereinzukommen und da wird auch an vielen Stellen sozusagen, die Möglichkeit gegeben, entweder die Kommission davon zu überzeugen, warum das DMA-konform ist oder aber schon vor Strafzahlung das System nochmal abzuändern und vielleicht auch schrittweise abzuändern, um DMA-konform zu werden. Deswegen, das ist kein, ja, das ist nicht ein Gerichtsverfahren, wo dann nachher ein Urteil steht und dann ist die Sache fertig sozusagen.

Jetzt haben wir, glaube ich, ganz gut dargestellt, wie so die Situation aussieht. Jetzt haben wir mindestens drei von vier großen Playern, also von US-Playern, deren Produkte und Dienste wir hier sehr fleißig nutzen in der EU, die in der Öffentlichkeit kommuniziert haben, dass sie aufgrund der gesetzlichen Bestimmung in der EU Produkte entweder später bringen werden, abgespeckt bringen werden, nicht mit vollem Funktionsumfang bringen werden oder halt erst später gebracht haben. Mit dann Funktionen oder mit Möglichkeiten, die aus Nutzersicht sicherlich, jedenfalls was jetzt die Trennung von Threads und Instagram-Konten angeht, vernünftig, Die Nutzerankündigung, dass Nutzerdaten nicht zum Training benutzt werden, was Microsoft angeht, positiv. Bei Apple weiß man es noch nicht, da steht ja erstmal nur die Ankündigung im Raum.

Und jetzt kann man durchaus immer mal wieder lesen und durchaus auch immer mal wieder hören, dass die einen sagen, das ist doch ein rein politisches Mittel, um zu sagen, wir finden das gar nicht so gut, was die EU da in der Gesetzgebung macht. Und wir bringen möglicherweise sogar die Nutzerschaft dagegen auf. Und wie, also in den bisherigen Folgen haben wir uns versucht, immer so ein bisschen zurückzuhalten, was das angeht, aber wie stehst du dazu? Also meinst du, ist das ein Argument, das angeführt wird, dass der DMA diese Sachen auch hergibt oder ist es einfach schlicht ein vorgeschobenes Argument, um zu sagen, so nee, das ist alles auch wirtschaftlich zu aufwendig, da alles noch zu programmieren und zu entwickeln, da hat zwei Systeme zu pflegen etc.

Also hältst du das für realistisch? Also ich glaube schon, dass man eine Sache kann man sozusagen feststellen und voranstellen, der DMA beziehungsweise auch die DSGVO bis zum gewissen Grad sind Regularien, die Wirkung zeigen, wenn es um die, um technische Neuigkeiten geht und wenn die sozusagen auf den EU-Markt kommen sollen, die eindeutig scheinen, die da Wirkung zu zeigen in der Form, dass man nicht, wie es vielleicht in Amerika eher der Fall ist, einfach mal Produkte auf den Markt werfen kann und dann guckt man mal, was passiert und vielleicht muss man dann nachträglich nochmal was anpassen. Hier hat man eindeutig die Sorge aus deren Sicht, anscheinend zumindest, dass man von Anfang an nicht verstoßen will oder möglicherweise das gar nicht mal konform machen kann. Noch nicht mal mehr im späteren Verlauf.

Dieser letzte Halbsatz, dass man es gar nicht konform machen kann, das würde ich stark bezweifeln. Threads hat es ein bisschen gezeigt. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber das DMA-konform zu machen war möglich. Microsoft Copilot zeigt es eigentlich in gewisser Weise auch.

War auch ein Thema. Copilot soll fest integriert sein in das Betriebssystem, soll nicht einfach nur eine einzelne App sein. Ein paar Monate später war es möglich, Copilot als eigene App rauszubringen. Klar, einzelne Integrationen oder Workflows sind vielleicht nicht mehr so möglich, wie es eigentlich mal ursprünglich angedacht wurde.

Aber ich habe das Gefühl, dass viele der Benefits, die Microsoft Copilot beispielsweise bringen soll, immer noch in dem europäischen Raum angekommen sind. Der DMA will ganz sicherlich nicht den europäischen Wirtschaftsraum schwächen. Das ist ganz sicher nicht das Ziel des DMA und deswegen muss man den auch jederzeit immer noch kritisch betrachten und vielleicht auch begutachten, ob der seine Wirkung verfehlt oder übers Ziel hinaus schießt. Ich glaube aber auch, dass sich einige Unternehmen es ein bisschen zu leicht machen, einfach ein neues Produkt zu erschaffen und dann zu sagen, naja, aber die EU bekommt es nicht, weil DMA und das können wir nicht konform machen.

Das geht mir zu schnell. Also das ist für mich zu einfach, besonders wenn dann wiederum die Geschichte zeigt oder die Historie zeigt, dass es ja dann plötzlich doch möglich war. Ich gehe auch bei Apple Intelligence fest davon aus, dass es nach Europa kommt, wenn nicht sogar früher als später. Ich sehe das ganz ähnlich.

Es gibt ja so einen Punkt, der immer eine Rolle spielt. Bei diesen Beispielen, die wir genannt haben und im Bereich der technischen Entwicklung. Und das ist Geschwindigkeit. Das Threads Beispiel, ganz klar, das wurde mit ganz heißer Nadel gestrickt, dieses Produkt, weil es einfach entstehen musste.

Jemand hat bei Meta gesagt, okay, Twitter geht gerade den Bach runter, wir brauchen jetzt ein Gegenprodukt, damit die Leute zu uns gehen und nicht zu Mastodon, nicht zu irgendeinem anderen Dienst. Und da war sicherlich die Zeit ein, das war ja zum Zeitpunkt der Veröffentlichung auch in den USA noch nicht fertig. Diverse Funktionen wurden nachangekündigt etc. Aber das musste einfach schnell gehen.

Und ich glaube, da lag der Fokus darauf, okay, erstmal für die ganz Größten, da wo es am wahrscheinlichsten ist, dass wir ganz viele Nutzer abgreifen. und dann gucken wir uns mal an, wie wir das auch noch DMA-konform machen. Möglich war es ja. Und das nächste, Microsoft Copilot, auch da, Microsoft hat sicherlich eine, wenn nicht die führende Rolle im Bereich der Integration dieser Produkte, hat eine riesengroße Nutzerschaft und will natürlich auch diese Position ausbauen.

Wir sagen, okay, wir müssen nach vorne gehen, wir müssen zügig sein, gerade im Bereich Alphabet, die dann auch sehr schnell mit Google und Bart da relativ zügig ein Produkt an den Markt gebracht haben, was auch mit heißer Nadel gestrickt war. Das war auch relativ klar zu erkennen. Aber auch da, Geschwindigkeit spielt da erstmal eine Rolle. Und im Nachgang sagt man, okay, dann gucken wir uns die Feinheiten an, gucken wir an, wo wir in dem Bereich vielleicht auch etwas nochmal anpassen können, damit es bestimmten Regularien entspricht, die vielleicht anderswo nicht so bestehen und nicht so in der Härte bestehen.

Apple ist, was KI angeht, und nach eigener Aussage ist Apple natürlich nicht ins Hintertreffen und arbeitet schon seit Jahren damit. Und das stimmt insofern auch, dass es bestimmte Modelle gibt und bestimmte, ich sage mal, eine künstliche Intelligenz, die auf dem Gerät bestimmte Dinge macht. Aber in der öffentlichen Wahrnehmung hat Apple kein KI-Produkt. Hat es auch immer noch nicht.

Hat es angekündigt und alle anderen haben es. Und deswegen gibt es natürlich so ein bisschen, auch sicherlich hinter verschlossenen Türen, den Wunsch, da zügig voranzukommen. Und auch da wird man wahrscheinlich sagen, okay, wir erstellen vielleicht das, was aufwendiger ist, weil technisch einfach sehr komplex, vielleicht sehr komplex, also da muss man auch sagen, das weiß ich nicht, wie technisch komplex es tatsächlich ist. stellen das erstmal zurück und gehen erstmal her.

Die Frage ist tatsächlich, wie kommuniziere ich das? Und da bin ich nicht sicher, ob Apple sich damit einen Gefallen tut, dass vielleicht, so richtig ausdrücklich sagen sie das ja auch nicht, aber da so ein bisschen in den EU-Raum dahin zu schieben, dass man sagt, da sind die Regularien so streng, ob das wirklich so in Ordnung ist. Ich bin ein Freund von integrierten Lösungen, natürlich. Ich finde das total gut, wenn Dinge einfach super gut in einer App funktionieren, wenn ich aus der App heraus Dinge machen kann, die tatsächlich dann auch zügig funktionieren und ich nicht 27 andere Apps installieren muss.

Aber die Möglichkeit muss ja bestehen und die Option muss ich haben, wie im Datenschutz. Du kannst mit meinen Daten alles machen, wenn du mich vorher gefragt hast. Das ist ja dann in Ordnung, aber eben nicht, ohne dass ich davon irgendwas weiß oder ohne dass ich nicht die Möglichkeit habe, Nein zu sagen. Eine Sache muss ich sagen, und zwar aus so juristischer Sicht, ich finde es super spannend, wie viel Impact eine einzelne Verordnung, europäische Verordnung haben kann.

Also der DMA ist da und plötzlich taucht er überall auf. Und ich finde, vielleicht ist das auch meine Bubble, aber ich habe das Gefühl, dass der wesentlich einen sehr, sehr großen Impact hat. So viele Unternehmen reden auch darüber, dass sie jetzt das Problem haben mit dem DMA und nicht wissen, wie sie mit dem DMA umgehen sollen. Und davon mag man halten, was man will, aber als solches ist das alleine schon mal sehr interessant, dass das möglich ist.

Ich finde bei vielen anderen so Gesetzgebungsverfahren, die man selber vielleicht ein bisschen auf dem Schirm hat, Digital Governance Act oder vielleicht auch Data Act, da wird vielleicht in der Juristerei dann viel darüber geredet und gesagt, oh, was passiert damit und dann in der Praxis verflacht das so ein bisschen und es passiert einfach gar nichts. Ja, also die Auswirkungen, die wir sehen, ganz konkret bei Anbietern, die sich sonst eben als sehr verschlossen darstellen, ganz konkret Apple, dass ich bei Apple auf einmal einen Dritt-App-Store haben kann, das muss man sagen, ist schon eine Entwicklung, die jedenfalls beachtlich ist. Da kann man von halten, was man will, ob das jetzt gut oder schlecht ist, aber es ist jedenfalls, wie du sagst, eine krasse Auswirkung, die sich aber auch ganz konkret in Produkten äußert, die wir jetzt mal täglich benutzen. Man kann nicht sagen, dass das keine Auswirkungen hätte auf das digitale Leben.

Die DSGVO hatte sicherlich noch eine gewisse Öffentlichkeitswirkung, wo es auch nicht alle mit zufrieden waren, aber im Ergebnis muss ich auch sagen, naja, so schlimm ist es nun auch wieder nicht. Aber der Aufwand ist natürlich nicht. Alles, was Aufwand bedeutet, finden Unternehmen erstmal nicht gut. Das ist auch nachvollziehbar, weil es ein wirtschaftlicher Aufwand ist.

Apple hat es, glaube ich, ganz gut genutzt, um zu sagen, okay, wir sind aber jetzt hier die Datenschutzfreundlichen, wir passen gut auf eure Daten auf und das tun sie jetzt immer noch. Das sollten sie vielleicht nicht verspielen. Und um eine Lanze zu brechen für die EU, obwohl vielleicht das auch gar nicht notwendig ist, aber ich tue es trotzdem, Selbst als eigener iPhone-Nutzer bin ich sehr glücklich, dass sollte ich mal ein neues iPhone haben irgendwann mal, dass das dann endlich USB-C ladbar ist. Da bin ich sehr glücklich drüber, das muss ich einmal ganz kurz noch gesagt haben.

Und das geht ja auch zurück auf eine EuGH-Entscheidung, deswegen das finde ich nicht schlecht. Ja, dann würde ich sagen, haben wir, glaube ich, diese Aspekte auch ganz gut eingeordnet und festgestellt, dass wir natürlich keine Antwort darauf haben, ob das jetzt tatsächlich eine Anwendung findet, weil es eben, wie du das schon gesagt hast, einigermaßen auch weich ist. Und ich glaube, man tut sich jedenfalls keinen Gefallen damit, die Gesetze einer großen Wirtschaftsregion als Argument dafür zu bringen, dass man technisch bestimmte Dinge nicht machen kann, weil ich glaube, technisch ist sehr viel möglich, wenn dem überhaupt so sein sollte. Ich selber würde mich natürlich freuen, wenn es früher kommt, statt später, weil ich technisch einfach irgendwie Bock drauf habe, neue Sachen auszuprobieren, bei denen ich dann aber auch sagen kann, ich möchte oder ich möchte nicht, aber diese Option zu haben, die wäre schon ganz gut.

Und da irgendwie, ja, das war in den letzten Jahren ja schon gelegentlich mal so, dass Apple auch gesagt hat, ja, das kündigen wir jetzt an, aber A, B, C, D kommt später, kommt nicht in die EU erstmal, kommt nicht in, das ist manchmal so ein bisschen ärgerlich, aber es bleibt spannend. Ja, ich finde zumindest die Gründe, aus denen wir sozusagen diese Verspätung haben, sind akzeptabel. Also sozusagen einen offenen Wettbewerb schaffen zu wollen oder Datenschutz hochhalten zu wollen, ich finde das sind akzeptable Gründe, die auch so ein bisschen mit den Grundfreiheiten bzw. Grundrechten vereinbar sind oder aus denen heraus erwachsen.

Wenn man jetzt wiederum vergleicht, dass Apple sich auch vor dem Problem sieht, dass sie auf dem chinesischen Markt gerne Apple Intelligence rausbringen wollen würden, das aber nicht können, solange OpenAI der Partner ist, sondern einen chinesischen KI-Anbieter brauchen, weil sonst dürfen sie Apple Intelligence dort nicht auf den Markt bringen, dann ist es mir doch ehrlich gesagt lieber, dass wir aus Gründen von Datenschutz verspätet, Apple Intelligence bekommen, als aus irgendwelchen halbautokratischen Gründen. So ist es wohl. In diesem Sinne würde ich sagen, in diesem Fall ausnahmsweise mal weniger juristische und vielleicht mehr technische Folge, können wir damit abschließen. Ich freue mich auf die nächste Folge in zwei Wochen, Wünsche in die Runde der Zuhörerinnen und Zuhörer gute zwei Wochen und freue mich auf Themenideen, Feedback etc.

gerne an podcast.tvw.law und sage auf Wiederhören. Auch von meiner Seite auf Wiederhören. Es hat mich wie immer gefreut und nächstes Mal wahrscheinlich wieder mit einer sehr viel rechtlicheren Episode und bis zum nächsten Mal. Untertitelung des ZDF, 2020

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