Kaffeerecht Podcast

In unserem Podcast „Kaffeerecht“ besprechen wir in lockerer Kaffeerunde regelmäßig rechtliche Themen aus dem digitalen Alltag für Kreative, Unternehmer und Unternehmen.

Reform des Designrechts 2025

Seit Mai 2025 gilt die umfassende Reform des EU-Designrechts. Sie bringt wichtige Neuerungen für Kreative, Unternehmen und alle, die mit Gestaltung arbeiten – ob in der Mode, im Produktdesign oder im digitalen Raum.

Was ändert sich konkret?

• Digitale Designs erhalten Schutz

Bisher war das Designrecht stark auf physische Produkte ausgerichtet. Künftig können auch Benutzeroberflächen, Animationen, Avatare, 3D-Modelle oder In-Game-Objekte als Design geschützt werden. Das eröffnet neue Möglichkeiten für Entwickler:innen, Designer:innen und Unternehmen in der Digitalwirtschaft.

• Sammelanmeldungen möglich

Bis zu 50 Designs können nun in einer Sammelanmeldung geschützt werden. Das spart Zeit und Kosten, gerade wenn nur Farbvarianten oder Muster voneinander abweichen.

• Neues Schutzsymbol „D“

Ähnlich wie beim Copyright-„C“ oder beim Marken-„R“ gibt es nun das „D“ im Kreis als Hinweis auf eingetragene Designs. Es stärkt die Sichtbarkeit des Designschutzes.

Reparaturklausel

Ersatzteile für Fahrzeuge oder elektronische Geräte dürfen künftig auch von Drittanbietern hergestellt werden. Damit soll Nachhaltigkeit gefördert und Monopolstellungen einzelner Hersteller aufgebrochen werden.

Warum ist das wichtig?

Die Reform bringt mehr Rechtssicherheit und Flexibilität. Für Unternehmen bedeutet das: Wer Designs – ob physisch oder digital – entwickeln lässt, sollte den Schutz frühzeitig in Betracht ziehen. Gleichzeitig sorgt die Reparaturklausel für fairere Wettbewerbsbedingungen und nachhaltigere Märkte.

Shownotes

6e8491a705bc4cf685be23910fff9962 EU-Designrecht

Weitere Folgen

Schadensersatz nach Datenschutzverstößen

In dieser Podcast-Episode sprechen wir über die Hürden, die es zu nehmen gilt, um nach einem Datenschutzverstoß Schadenersatz geltend zu machen. Wir beleuchten die aktuelle Rechtsprechung und konkrete Fälle, in denen Schadensersatz erfolgreich erreicht werden konnte. Viel Spaß beim Zuhören!

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Musik im Wahlkampf: Was dürfen Parteien, was dürfen Künstler?

In dieser Episode sprechen wir über die kontroverse Nutzung von Musik in Wahlkämpfen. Herbert Grönemeyer untersagte sowohl der CDU als auch den Grünen, seinen Song „Zeit, dass sich was dreht“ für politische Zwecke zu verwenden. Wir beleuchten, was das deutsche Urheberrecht dazu sagt, und werfen einen Blick auf ähnliche Fälle deutscher Künstler, die sich gegen unautorisierte Nutzungen gewehrt haben.

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Markenstrategie für Unternehmen: Schutz, der zum Geschäft passt

Eine Marke anzumelden klingt einfach – doch ohne klare Strategie kann sie schnell zum Kostenfaktor werden. In dieser Folge von Kaffeerecht sprechen wir darüber, warum Markenrecht kein Selbstzweck ist und für welche Unternehmen eine Markenstrategie wirklich Sinn ergibt. Es geht um die Abgrenzung zwischen Geschäftsbezeichnung und eingetragener Marke, um Reichweite (Deutschland, EU, international) und um die Frage, wann sich welcher Schutz lohnt.

Besprochen werden außerdem typische Fallstricke: beschreibende Begriffe, fehlende Benutzung, internationale Besonderheiten (z. B. USA/UK), die Benutzungsschonfrist sowie die Bedeutung von Markenüberwachung. Die Folge zeigt praxisnah, warum Markenarbeit nicht mit der Eintragung endet – und weshalb ein durchdachter Plan entscheidend ist, um Rechte langfristig zu sichern und wirtschaftlich sinnvoll einzusetzen.

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