Episoden

Influencer-Kennzeichnung: Wann greift die DDG-Pflicht?

Das OLG Karlsruhe hat am 3. März 2026 entschieden: Eine Auto-Influencerin muss acht Reels zu BMW, Audi und Volvo künftig als Werbung kennzeichnen. Das Besondere: Es gab keinen Vertrag, keine Posting-Pflicht und keine direkte Bezahlung. Die Hersteller hatten nur Fahrzeuge zur Verfügung gestellt und Reisekosten erstattet. Trotzdem ist der Senat zur kommerziellen Kommunikation nach § 6 DDG gekommen — ohne Geringfügigkeitsschwelle.

In dieser Folge sprechen wir über die beiden zentralen Prüfpunkte: Wann liegt überhaupt kommerzielle Kommunikation vor, und wann ist sie klar als solche erkennbar? Wir erklären, warum der Maßstab bei Instagram nicht nur die eigenen Follower sind, sondern auch Nutzer, denen der Algorithmus das Reel ausspielt, warum Werbung auf den ersten Blick erkennbar sein muss und welche Hinweisformen (Einblendung, mündliche Ansage, „#Werbung“) in der Praxis tragen. Am Ende geben wir eine Faustregel an die Hand, die auch für Unternehmen und Agenturen relevant ist, die mit Influencern arbeiten.

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KI-Bilder rechtssicher nutzen — aber wie?

In dieser Folge beschäftigen wir uns mit einer Frage, die viele Kreative und Unternehmen umtreibt: Sind KI-generierte Bilder urheberrechtlich geschützt — und wenn ja, wem stehen die Rechte daran zu? Wir schauen auf das deutsche Urheberrecht, ordnen aktuelle Entscheidungen aus den USA ein (Thaler v. Perlmutter, der Fall um Jason Allens mit Midjourney erstelltes Werk) und besprechen das frische Urteil des AG München vom 13. Februar 2026 zur Schutzfähigkeit KI-generierter Logos.

Danach geht es um die Praxis: Was erlauben die Nutzungsbedingungen der großen KI-Anbieter, welche Risiken bleiben beim Training mit urheberrechtlich geschütztem Material — und was bedeutet das alles für den Bildmarkt? Dazu ist Alexander Karst von Die Bildbeschaffer in Hamburg zu Gast. Er ordnet ein, wie sich der Markt durch KI verändert, wo sie Werkzeug und wo sie Bedrohung ist. Und wir verlosen zwei Tickets für den Konferenztag der Visuals Conference am 22. April 2026 in Hamburg.

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KI-Kennzeichnung: Der zweite Entwurf

Ab 2. August 2026 greifen die Transparenzpflichten der KI-Verordnung. Die EU-Kommission hat einen zweiten Entwurf des Code of Practice vorgelegt — und der ist konkreter als alles davor. In dieser Folge erklären wir das zweistufige System: Anbieter von KI-Systemen müssen Outputs technisch maschinenlesbar markieren (signierte Metadaten, unsichtbares Wasserzeichen, C2PA-Standard); wer KI-Inhalte veröffentlicht, muss sichtbar kennzeichnen.

Besonders praxisrelevant ist die redaktionelle Ausnahme für Texte: Wer KI nutzt, aber eine menschliche Prüfung dokumentiert, muss unter Umständen nicht kennzeichnen. Wir zeigen, wie ein solcher Prozess konkret aussehen kann, welche Inhaltstypen immer kennzeichnungspflichtig sind — Deepfakes, Chatbots, KI-Werbebilder — und warum Verstöße nicht nur Bußgelder (bis 15 Mio. EUR oder 3 % Jahresumsatz), sondern auch wettbewerbsrechtliche Abmahnungen nach § 3a UWG auslösen können.

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Fristlose Kündigung: Wann darf der Arbeitgeber sofort kündigen?

Die fristlose Kündigung ist das schärfste Instrument im Arbeitsrecht — und gleichzeitig das fehleranfälligste. In dieser Folge erklären wir, unter welchen Voraussetzungen eine außerordentliche Kündigung nach § 626 BGB wirksam ist, was die zweistufige Prüfung der Gerichte bedeutet und welche Formalien über Erfolg oder Scheitern entscheiden.

Von der Zwei-Wochen-Frist über die Schriftformpflicht bis hin zu typischen Fallgruppen wie Diebstahl, Tätlichkeiten oder Datenschutzverstößen: Die Folge zeigt, wann Arbeitgeber berechtigterweise zur fristlosen Kündigung greifen dürfen — und wann nicht. Außerdem: Kann auch der Arbeitnehmer fristlos kündigen? Und was bedeutet das für das Arbeitslosengeld? Den Abschluss macht ein aktuelles Urteil des LAG Niedersachsen.

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Wenn Bilder teuer werden – Schadensersatz im Fotorecht

Unlizenzierte Bildnutzungen gehören zu den häufigsten Streitfällen im Urheberrecht – und können schnell teuer werden. In dieser Folge von Kaffeerecht besprechen drei aktuelle Entscheidungen der Landgerichte Köln und Hamburg zur Berechnung von Schadensersatz im Fotorecht.

Im Mittelpunkt steht die sogenannte Lizenzanalogie: Was hätte ein vernünftiger Lizenzvertrag gekostet? Die Episode zeigt praxisnah, welche Rolle Lizenzpraxis, MFM-Honorarempfehlungen, Nutzungsumfang, Reichweite und vor allem die fehlende Urhebernennung spielen. Gleichzeitig erhalten Fotografen konkrete Hinweise zur Dokumentation ihrer Lizenzmodelle – und Unternehmen lernen, warum interne Rechteverwaltung und klare Nutzungsabsprachen unverzichtbar sind.

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Zwischen Kölsch und Kündigung – Alkohol am Arbeitsplatz an Karneval

Karneval gilt unter anderem im Rheinland als Ausnahmezustand – im Arbeitsrecht jedoch nicht. In dieser Folge von „Kaffeerecht“ klären wir, ob Alkohol am Arbeitsplatz grundsätzlich erlaubt ist, welche Rolle das Direktionsrecht des Arbeitgebers spielt und wann aus einem Glas Sekt eine Abmahnung oder sogar Kündigung werden kann.

Wir sprechen über betriebliche Übung, Gleichbehandlung, Rosenmontag als Nicht-Feiertag und darüber, was gilt, wenn Alkoholkonsum krankheitsbedingt ist. Außerdem werfen wir einen Blick auf ein kurioses Urteil zur abgeschnittenen Krawatte an Weiberfastnacht – und was es rechtlich bedeutet. Praxisnah, verständlich und mit klaren Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Beschäftigte.

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Verhaltensbedingte Kündigung – typische Fehler

Die verhaltensbedingte Kündigung ist einer der häufigsten – und zugleich fehleranfälligsten – Kündigungsgründe im Arbeitsrecht. In dieser Folge von Kaffeerecht besprechen wir praxisnah, wann ein kündigungsrelevantes Fehlverhalten überhaupt vorliegt und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit eine Kündigung vor Gericht Bestand hat.

Im Fokus stehen typische Fehler aus Arbeitgebersicht: unklare oder nicht dokumentierte Pflichten, fehlende oder unzureichende Abmahnungen, geduldetes Verhalten, falsches Timing sowie emotionale Reaktionen im Kündigungsprozess. Die Folge zeigt, warum Kommunikation, Dokumentation und Besonnenheit entscheidend sind – und weshalb viele Kündigungen nicht am Fehlverhalten selbst, sondern an formalen und taktischen Fehlern scheitern.

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Model Release, Auftragsfotografie und Haftung

In dieser Episode von Kaffeerecht geht es um ein zentrales Praxisproblem für Fotografen, Unternehmen und Kreative: die rechtssichere Verwendung von Personenfotos. Im Fokus stehen Model Releases, die Besonderheiten von Auftragsfotografie und die Frage, wer haftet, wenn Einwilligungen fehlen oder nicht nachweisbar sind.

Die Folge beleuchtet die rechtlichen Grundlagen aus dem Kunsturhebergesetz und der DSGVO, erklärt typische Irrtümer („Der Fotograf kümmert sich schon“) und zeigt auf, warum letztlich regelmäßig derjenige haftet, der Bilder nutzt und veröffentlicht. Anhand praxisnaher Konstellationen wird deutlich, weshalb klare, dokumentierte Vereinbarungen unverzichtbar sind – und warum fehlende Regelungen im Ernstfall ganze Produktionen wertlos machen können.

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Markenstrategie für Unternehmen: Schutz, der zum Geschäft passt

Eine Marke anzumelden klingt einfach – doch ohne klare Strategie kann sie schnell zum Kostenfaktor werden. In dieser Folge von Kaffeerecht sprechen wir darüber, warum Markenrecht kein Selbstzweck ist und für welche Unternehmen eine Markenstrategie wirklich Sinn ergibt. Es geht um die Abgrenzung zwischen Geschäftsbezeichnung und eingetragener Marke, um Reichweite (Deutschland, EU, international) und um die Frage, wann sich welcher Schutz lohnt.

Besprochen werden außerdem typische Fallstricke: beschreibende Begriffe, fehlende Benutzung, internationale Besonderheiten (z. B. USA/UK), die Benutzungsschonfrist sowie die Bedeutung von Markenüberwachung. Die Folge zeigt praxisnah, warum Markenarbeit nicht mit der Eintragung endet – und weshalb ein durchdachter Plan entscheidend ist, um Rechte langfristig zu sichern und wirtschaftlich sinnvoll einzusetzen.

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Ho-Ho-HR: Arbeitsrechtliche Stolperfallen zur Weihnachtszeit

Die Weihnachtszeit bringt nicht nur Glühwein und Lichterketten – sie bringt jedes Jahr auch arbeitsrechtliche Fragen mit sich. In dieser Episode sprechen wir über klassische Stolperfallen, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen betreffen: Weihnachtsgeld, betriebliche Übung, Rückzahlungsklauseln, Urlaubsverteilung und die Regeln rund um Betriebsruhe.

Wir ordnen ein, wann wirklich ein Anspruch auf Weihnachtsgeld besteht, wie Resturlaub korrekt verfällt, was Arbeitgeber bei Stichtagsregelungen beachten müssen und in welchen Fällen „Zwangsurlaub“ zulässig ist. Für alle, die rechtssicher und ohne Überraschungen durch die Feiertage kommen wollen – eine praxisnahe und verständliche Folge.

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